EIDOS PROJEKT MEDIATION

Leitung: Rechtsanwälte Dr. Gisela Mähler und Dr. Hans-Georg Mähler

Südliche Auffahrtsallee 29, 80639 München

Tel. (089) 1 78 20 69, Fax (089) 17 63 21

e-mail: info@eidos-projekt-mediation.de

www.eidos-projekt-mediation.de

 

 

Cooperative Praxis

– Collaborative Practice –

– Collaborative Law –

 

 

Zeit:                                        Freitag, 22. Oktober 2010, 14.00 Uhr

                       bis

Montag, 25. Oktober 2010, 13.00 Uhr

                       Zeitdauer: 22 Stunden

 

Ort:                                        Tagungshaus an der Resterhöhe

(ca. 20 km südlich von Kitzbühel)

 

Leitung:                                 Dr. Gisela Mähler

                                               Dr. Hans-Georg Mähler

 

Kosten:                                 € 590,–

                                               Hinzu kommen Kosten für die Unterbringung

und Verpflegung

 

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Freunde der Mediation und konsensualer Verfahren,

 

Cooperative Praxis (engl.: Collaborative Practice, Collaborative Law) ist ein mediationsanaloges Verfahren. Es existiert seit etwa zwanzig Jahren und hat sich, ausgehend von den USA, weltweit verbreitet. In Europa ist es inzwischen heimisch in England, Irland, Schottland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, der Tschechoslowakei und in Italien (www.collaborativepractice.com). In Deutschland ist es über das Eidos Projekt Mediation im Jahre 2007 erstmals eingeführt worden (www.cooperative-praxis.de).

Auf Bundesrepublikanischer Ebene sind inzwischen mehr als 90 Mediatoren ausgebildet, davon in München etwa 60.

Von München ausgehend hat die 3. Europäische Konferenz für Cooperative Praxis vom 10. bis 12. Juni 2010 in Bad Aibling, die unter den 200 Teilnehmern großen Anklang fand, weitere Impulse gesetzt (www.challenging-conflict.de).

 

 

 

 

 

Zielgruppe: In der Bundesrepublik haben wir uns darauf verständigt, in die Ausbildung nur ausgebildete oder in Ausbildung befindliche Mediatoren einzuladen, also auch Personen, die zumindest ein Mediations-Einführungsseminar besucht haben und die Ausbildung fortsetzen werden.

Cooperative Prais ist bei Verfahren zu Trennung und Scheidung entwickelt worden und findet zunehmend Eingang bei Wirtschaftskonflikten sowohl zwischen Personen / Unternehmen als auch in Unternehmen / Organisationen.

 

Demzufolge richtet sich die Einladung an die Fachleute aus diesen Bereichen, insbesondere an Anwälte sowie an Angehörige der psychosozialen Berufsgruppe, also Psychologen, Sozialpädagogen, Therapeuten, Eheberater, Erziehungsberater und – für den Wirtschaftsbereich – Unternehmensberater und Coaches, die sich im Rahmen der C.P. als Coaches verstehen oder z. B. als Kinderexperten. Außerdem richtet sich die Einladung an Finanzexperten für Zukunftsplanung (financial planers).

 

Methodisch wechseln Informationsvermittlung, Gruppenarbeit und Rundgespräche mit Übungen, Rollenspielen, Demonstrationen und deren jeweilige Reflexion.

 

Das Seminar ist in sich abgeschlossen. Seine Teilnahme berechtigt zur Aufnahme in örtliche Vereinigungen zur Cooperativen Praxis.

 

Wir selbst haben seit 2007 Seminare in Cooperativer Praxis besucht in New York (mit Jack Himmelstein und Katherine Miller) und Zürich (mit Nancy Cameron und Susan Gamache aus Vancouver), haben an von uns organisierten (drei) Seminaren teilgenommen, zu denen wir erfahrene amerikanische Trainer eingeladen haben (Catherine Conner und Randy Cheek,
Californien), sowie an Impulstagen mit Gary Friedman und Jack Himmelstein. Weitere Einsichten haben wir durch die Teilnahme an den beiden ersten europäischen Konferenzen zur Collaborative Practice in Wien und Cork (Irland) und dem dort angebotenen Kurs ‚Train the Trainer’ gewinnen können; und nicht zuletzt über die Mitwirkung an der Gestaltung und Teilnahme an der 3. Europäischen C.P.-Konferenz im Juni 2010.

Wir haben inzwischen erste eigene C.P.-Fälle bearbeitet und sind beeindruckt von der Kraft, die von diesem Verfahren ausgeht.

Wir praktizieren und lehren Mediation seit etwa 20 Jahren. Mehr zu unserer Vita als Mediatoren auf unserer Website (www.eidos-projekt-mediation.de).

 

 

 

Cooperative Praxis ist ein mediationsanaloges Verfahren.

Was ist uns aus der Mediation vertraut, was ist unterschiedlich?

 

Vertraut aus der Mediation sind uns die Grundsätze, wie beispielsweise volle Information, Offenlegung, Vertraulichkeit, Freiwilligkeit, Bedeutung des Rechtes und Konsenswilligkeit sowie der Ablauf, also Arbeitsbündnis, Bestandsaufnahme, interessengerechte Konfliktbearbeitung, Einigung und Implementierung des gefundenen Ergebnisses, meist in einem rechtsverbindlichen Vertrag. Vertraut ist uns auch die Dynamik des Verfahrens, idealtypisch von einem eher feindselig gesinnten reaktiven Verhalten zu Beginn hin zu einer interessefundierten, resourcenausschöpfenden, ausgewogenen und friedensstiftenden Einigung.

 

Die Unterschiede liegen darin begründet, dass dieses Verfahren grundsätzlich nicht durch einen Mediator gesteuert wird, sondern durch die beteiligten Berufsgruppen.

Das sind – je nach dem Bedürfnis der Parteien – Anwälte und Coaches der Parteien sowie neutrale Experten (z. B. Kinderspezialisten, Finanzspezialisten). Die Steuerung des Verfahrens liegt bei dem gesamten Team: Was das Verfahren komplexer macht als die Mediation, aber gleichzeitig mehr Aspekte professionell spezialisiert abzudecken imstande ist. Cooperative Praxis empfiehlt sich beispielsweise bei krankheitsbedingten Einschränkungen oder bei großen Informationsunterschieden und dadurch bedingten Unsicherheiten sowie überhaupt bei komplexen Fragestellungen, die eine besondere juristische und/oder psychische Unterstützung nahelegen. Im Wirtschaftsbereich sind v. a. Konflikte mit persönlichem Hintergrund, z. B. Gesellschafterauseinandersetzungen oder Schwierigkeiten am Arbeitsplatz angesprochen.

Die Besonderheit dieses Verfahrens liegt darin, daß alle professionell Beteiligten ihre Fähigkeiten und ihre Energie darauf ausrichten, zu einer Einigung zu kommen. Das impliziert, daß sie ihre Tätigkeit beenden, falls dieses Ziel nicht erreicht wird. Herausragend ist dabei, daß sich damit im Unterschied zu den traditionellen Beratungs- und Vertretungsmodell die Anwälte verpflichten, ihre Parteien nicht vor Gericht streitig zu vertreten, falls die Verhandlungen scheitern bzw. nicht zu einer Einigung führen.

 

Das hat eine Vielzahl von Implikationen, die in dem Seminar näher erläutert werden.

 

Wenn denn die Steuerung des Verfahrens bei den professionell Beteiligten liegt, stellt sich die Frage, welches jeweilige Setting und welche Choreographie sich empfiehlt – mit wem trifft sich wer wann mit welchem Ziel. Darüber hinaus, wie die unterschiedlichen Professionen von ihrer strukturell vorgegebenen Aufgabenstellung und ihrem Rollenverständnis im Interesse der Parteien auf der Verfahrensebene mit dem Ziel, die Konfliktpartner darin zu unterstützen, eine faire Vereinbarung abzuschließen, als Team zusammenarbeiten können. Mit diesen Themen beschäftigt sich das Seminar hauptsächlich.

 

Im einzelnen:

v      Vergleich von Mediation, Cooperativer Praxis (collaborative practice) und Collaborative Law

v      Geeignetheitskriterien

v      Hybride Verfahren

v      Überblick zu:

               Ablauf, Phasen

               Aufgaben, Rollen und – interdisziplinäre – Zusammenarbeit der am Verfahren beteiligten Berufsgruppen

               unterschiedliche Praxismodelle

 

Am Beispiel von Fällen:

v      Das erste Treffen (Anwalt und/oder Coach) mit den Klienten; die Vollmachten

v      das Arbeitsbündnis

v      3er-Treffen mit Klient, Coach und Anwalt

v      Grundvoraussetzungen, Grundregeln, insbes. zur Vertraulichkeit

v      Aspekte zur Teamentwicklung; Selbstverständnis des Teams

v      Die Rolle und der Einsatz der Experten, z. B.

               für die Belange der Kinder

               für die Haushalts- und Vermögensplanung

v      Erstes Treffen aller professionell Beteiligten und der Parteien, um die Rahmenbedingungen festzulegen; die entsprechenden Aufträge und Vollmachten; weitere unterschiedliche Vorgehensweise je nach Modell

v      Der Rhythmus von Teamtreffen und Treffen mit den Parteien

v      Dringliche Vorwegentscheidungen

v      Bestandsaufnahme

v      Interessenklärung

v      die Rolle des Rechts und anderer Regeln; wie die Anwälte das Recht einbringen

v      Collaborative Verhandlungen

v      Entwicklungen von Optionen; insbesondere: die Rolle der Anwälte in der Einigungsphase

v      Memorandum

v      Implementierung des Ergebnisses einschließlich Beurkundung

v      Zusammenfassend: Die Grundlagen

 


 

 

Das Tagungshaus an der Resterhöhe liegt für sich allein auf einem nach Süden geöffneten Hang über dem Salzachtal auf 1200 m Höhe, 20 km südlich von Kitzbühel, kurz hinter dem Paß Thurn, mit Blick auf den Hauptalpenkamm. Das Haus hat Einzel- und Doppelzimmer und einen für unsere Zwecke sehr gut geeigneten Seminarraum. Es ist Vorsorge dahin getroffen, daß weitere konfortable Einzelzimmer in unmittelbarer Nachbarschaft dazugemietet werden können. Eine genaue Anfahrtsbeschreibung werden wir Ihnen rechtzeitig vor dem Termin übersenden.

 

 

Wenn Sie an dem Seminar zur Cooperativen Praxis teilnehmen wollen,

bitten wir Sie aus organisatorischen Gründen möglichst bald um die Rücksendung des beiliegenden Anmeldeformulars.

 

Im Falle des Rücktrittes bis drei Wochen vor dem Termin (eingehend) wird eine Verwaltungsgebühr von € 50,– einbehalten. Danach fällt die gesamte Seminargebühr an, es sei denn, daß ein anderer Teilnehmer nachrücken kann.

 

 

 

 

Dr. Gisela Mähler                                           Dr. Hans-Georg Mähler

 


 

 

 

 

 

Wenn Sie an dem Termin im Oktober 2010 nicht teilnehmen können, aber daran interessiert sind, für das nächste C.P.-Seminar eine Einladung zu erhalten, bitten wir um Rücksendung des folgenden Abschnittes:

 

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An das

Eidos Projekt Mediation                                                        Fax 0049/(0)89/176321

Südliche Auffahrtsallee 29

 

80639 München

 

 

 

 

 

 

Ich bin an der Zusendung einer Einladung für das nächste Seminar zur Cooperativen Praxis  interessiert.

 

 

 

 

Name/Vorname:   ______________________________________________________

 

Beruf:                    ______________________________________________________

 

Straße/Ort::           ______________________________________________________

 

Telefon:                 ______________________________________________________  

          

Mobil:                     ______________________________________________________

 

Telefax:                  ______________________________________________________

 

Mail:                       ______________________________________________________

 

 

 

 

 

 

 

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(Ort, Datum)                                                                         (Unterschrift)

 

 

 

 

 

 

aus Einladung zum C.P.-Seminar Oktober 2010